Logo der Filmproduktion micafilm

Von starken Kindern und kranken Müttern

Mein verrücktes Leben

ZDF 37°

Produktion: micafilm 2012

Ein Film von Caroline Haertel u. Mirjana Momirović

Was bedeutet es für ein Kind, wenn es mit einem psychisch kranken Elternteil zusammenlebt? Wenn die Mutter plötzlich ganz anders wird, unter panischen Ängsten leidet oder sich das Leben nehmen will?

Für die ZDF-Dokumentation "Mein verrücktes Leben" haben Caroline Haertel und Mirjana Momirović zwei betroffene Mädchen in ihrem Alltag begleitet. Der Film erzählt von der großen Belastung für die Kinder, aber auch von den Möglichkeiten, ihnen zu helfen und sie zu stärken.

Laras Mutter litt schon unter Depressionen, als die Tochter zur Welt kam. Die ersten Jahre bemerkte Lara nichts von der Krankheit, aber als die Mutter immer öfter für Wochen ins Krankenhaus musste, wurden die Depressionen Teil von Laras Alltag.

Sie bemühte sich, für die Mutter da zu sein, sie aus ihrer Antriebslosigkeit zu reißen, sie in ihrer Traurigkeit zu trösten. Jetzt ist sie selbst in der Pubertät und fühlt sich hin- und hergerissen zwischen den eigenen Bedürfnissen und den Verpflichtungen gegenüber der Mutter. Manchmal ist sie auch einfach nur wütend darüber, dass sich immer alles nur um ihre Mutter und deren Befindlichkeit dreht. Nun hat auch Laras Vater endlich erkannt, wie unglücklich seine Tochter ist, und versucht sie mehr zu unterstützen.

Frederike war neun, als ihre Mutter an Depression erkrankte. Für das merkwürdige, abweisende Benehmen ihrer Mutter machte sie sich selbst verantwortlich. Die Schuldgefühle und die selbstauferlegte Verantwortung für die beiden jüngeren Brüder bedrückten sie so sehr, dass sie die Schule vernachlässigte und sich immer mehr zurückzog. Durch eine Gesprächstherapie hat sie gelernt, mit der Krankheit der Mutter besser umzugehen, keine Schuldgefühle mehr zu haben.

​

Text: micafilm, ZDF

Impressum

Datenschutz