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 Zwei Kinder kämpfen um ein

 anderes Leben

Ich will’s mal besser haben

ZDF 37°

Produktion: micafilm 2011

Ein Film von Caroline Haertel u. Mirjana Momirović

Während sich ihre Freunde nach der Schule gleich an den Schreibtisch setzen, um schnell die Hausaufgaben zu machen, müssen Marko und Merve erst einmal ganz andere Dinge erledigen.

Marko lebt in einer vom Jugendamt betreuten WG, in der er selbst einkaufen, kochen und putzen muss. Markos Eltern sind Hartz-IV-Empfänger, hatten große Probleme, ihr eigenes Leben zu meistern und waren mit der Erziehung ihrer Kinder komplett überfordert.

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In der ersten Klasse, als Marko ständig fehlte und keine Schulbücher hatte, blieb er sitzen. Schon vorher war das Jugendamt auf die Familie aufmerksam geworden - Marko und seine fünf Geschwister kamen in ein Heim. Dort erlebte Marko zum ersten Mal, was es heißt, eine Perspektive zu haben und fing an, sich in der Schule anzustrengen. Aufgeweckt und fleißig wurde er Klassenbester und steht jetzt in der 10. Klasse seiner Gesamtschule kurz vor dem Eintritt in die gymnasiale Oberstufe. 

Marko ist der einzige Bewohner der WG, der Abitur machen wird. Ein Ausnahmeschüler, sagen sein Betreuer und seine Lehrer. Obwohl er manchmal von den vielen Pflichten in der WG müde ist, lässt sich Marko nie hängen. Er will ein anderes Leben und tut alles dafür, in die gymnasiale Oberstufe versetzt zu werden.

Merve muss nach der Schule arbeiten gehen, weil ihre Eltern getrennt sind und der Vater keinen Unterhalt zahlt. Darüber hinaus kümmert sie sich noch um den Haushalt und ihre dreijährige Schwester. Lernen, das ist für Merve Luxus. Sie hat es schon in die 13. Klasse geschafft und steht kurz vor dem Abitur. Als sie aufs Gymnasium kam, war sie die einzige Türkin in der ganzen Stufe und hatte mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Merves Mutter ist oft krank und braucht viel Ruhe. Merve muss also nicht nur fünf Mal in der Woche arbeiten gehen, sondern oft auch den Haushalt und die Betreuung der dreijährigen Schwester übernehmen. Oft lernt sie bis spät in die Nacht. Aber aufgeben kommt für sie nicht in Frage. Sie will studieren, Managerin werden und dann eines Tages ihrer Mutter das Haus kaufen, dass sie sich nie leisten konnten.

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Text: micafilm, ZDF

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